GESUNDHEITSTIPPS

PUBLIC HEALTH NURSING

BEWEGUNG

 

Der menschliche Körper ist auf Bewegung „programmiert“.

Der natürlicher Energieumsatz eines gesunden Menschen beträgt pro Tag den Umfang einer Gehstrecke von etwa 20 bis 25 Kilometer. Heute ist der Alltag vieler Menschen von Bewegungsarmut geprägt. Im Durchschnitt bewegen sich Personen nur ein bis zwei Kilometer am Tag.

Der Preis des Bewegungsmangels ist Übergewicht, Probleme der Wirbelsäule und ein höheres Erkrankungsrisiko.

Regelmäßige körperliche Aktivität hingegen hat Studienergebnissen zufolge folgende Vorteile: Bewegung hilft beim Stressabbau, belastende Gedanken loszulassen, Kalorien werden abgebaut und wir bleiben fit, vital und länger jung (Gesundheit.gv.at).

Die Knochendichte nimmt bei Bewegung zu, die Muskulatur wird gestärkt, krankes Gewebe heilt besser, neue Zellen wachsen heran. Bewegung ist eine oft unterschätzte, jedoch hocheffektive Therapie, die die Kraft hat, viele Krankheiten zu heilen.

ERNÄHRUNG

 

Ernähren wir uns gesund und ausgewogen, bleibt auch unser Körper gesund und wir fühlen uns wohler.

Es gibt viele unterschiedliche Ernährungspläne. Für gesunde Menschen, die keine Diät einzuhalten haben, kann folgende Ernährungsempfehlung angewendet werden:

Obst/Gemüse fünf Portionen am Tag:

Eine abwechslungsreiche Kost mit frischem und saisonalem Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen etc.) sichert die Nährstoffe (Vitamin- und Mineralstoffe) in ausreichender Menge.

Vollkorn:

Bei den kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie beispielsweise Brot, Nudeln und Reis sollten Vollkornprodukte bevorzugt werden. Damit ist die Zufuhr an Ballaststoffen gesichert, der Blutzuckerspiegel steigt langsamer an und einer Darmträgheit wird vorgebeugt. Ballaststoffe senken außerdem das Risiko für Diabetes Typ 2, Stoffwechselstörungen, Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Milch(-ersatz)produkte:

Der Kalzium- und Eiweißbedarf wird mit dem täglichen Konsum von Milch, Käse, Joghurt etc. gedeckt. Dazu zählen Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilchprodukte. Zu den Milchersatzprodukten zählen beispielsweise Hafer-, Soja-, Dinkelmilch etc.

Fisch, Fleisch, Eier:

Ein Verzehr von fünf Eiern pro Woche (gesunde Erwachsene) sind erlaubt, der Cholesterinspiegel bleibt dabei unverändert. Fisch enthält unter anderem Jod, Selen und Omega-3-Fettsäuren. Beim Fischkonsum sollte auf die nachhaltige Herkunft geachtet werden. Einmal pro Woche kann Fisch und Fleisch am Menüplan stehen. Rotes Fleisch (Rind, Wild, Wurst etc.) sollte eher gemieden werden, da es als krebserregend gilt. Die Empfehlung laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist 300 bis 600 Gramm Wurst und Fleisch pro Woche.

Der Trend geht Richtung Vegetarisch, Vegan und hier lassen sich auch viele Fleischersatzprodukte (Soja-, Weizenbasis etc.) einreihen.

Fette:

Pflanzliche Öle sind gesünder als tierische Öle. Rapsöl, Sonnenblumenöl, Leinöl etc. enthalten wertvolle Fettsäuren. Achtung vor versteckten Fetten, wie z.B. Wurst, Süßigkeiten, Fertigprodukten etc.

Zucker und Salz:

Beides ist sparsam anzuwenden und meist schon in vielen natürlichen Lebensmitteln vorhanden. In Fertigprodukten ist Salz und Zucker oft im Übermaß vorhanden. Gekaufte Säfte, Joghurts etc. beinhalten oft Unmengen an Zucker.

Wasser:

Wasser ist ein lebenswichtiger Bestandteil unseres Körpers. Schwitzen und Verdunstung bewirken einen natürlichen Flüssigkeitsverlust. Daher ist die empfohlene Flüssigkeitsmenge eines gesunden Erwachsenen ca. 1,5 Liter pro Tag. Wasser ist zu bevorzugen, da es kalorienfrei ist. Ungesüßte Tees eignen sich ebenfalls. Säfte und alkoholhaltige Getränke enthalten viele Kalorien.

Schonende Zubereitung:

Die Garzeiten für warme Speisen sollten möglichst kurz sein, hohe Temperaturen vermieden werden. Nährstoffe bleiben auf diese Weise erhalten und der Entwicklung schädlicher Substanzen (Acrylamid) wird vorgebeugt.

Mahlzeit genießen:

Der Genuss der Nahrungszufuhr kann durch langsames Essen verstärkt werden. Essen unter Ablenkung (Medien) und Eile bewirkt, dass wir oft mehr essen und nicht spüren, wenn bereits ein Sättigungsgefühl eintritt (Krafft 2018: o. S.).

GESUNDHEIT FÜR GEIST UND SEELE

 

Selbstreflexion

 

Manchmal vergessen wir auf uns selbst und unsere Bedürfnisse. Dann ist es Zeit innezuhalten. Auszuruhen und nachzudenken, ob noch alles stimmig ist, im eigenen Leben und den Beziehungen. Bin ich noch auf meinem eigenen, selbstbestimmten Lebensweg unterwegs?

Ich frage mich jeden Tag aus Neue und spüre in mich hinein. Bin ich heute zufrieden? Was brauche ich heute und jetzt um mich wohl zu fühlen? Lebe ich das Leben, wie es andere von mir erwarten oder lebe ich es so, wie es sich für mich richtig anfühlt?
Tue es JETZT

Selbstpflege als Auftrag

 

 Die Pflege des eigenen Körpers, des Geistes und der Seele ist unerlässlich für die Gesundheit eines Menschen. Bekommt der Körper gute Nahrung, der Geist gesunde Gedanken und die Seele ein Wohlgefühl, dann fühlen wir uns besser und die Chancen stehen gut, gesund zu bleiben.

Gehe ich gut mit meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele um? Ernähre ich mich gesund und achte ich außerdem auf gute, gesunde Gedanken und Gefühle? Spüre ich, was mir gut tut und achte ich darauf? Sorge ich für ein angenehmes Umfeld? Achte ich gut auf mich selbst?
Tue es JETZT

Stress-Bewältigungs-Strategie

 

Wenn Herausforderungen schwer zu bewältigen sind, benötigen wir Strategien, die uns helfen, damit umzugehen. Wir erinnern uns an Ressourcen und Möglichkeiten, um Anforderungen zu bewältigen. Unsere innere Stärke oder die Unterstützung von außen geben uns Kraft. Die meisten Menschen sind gerne bereit, um zu helfen. Gestehe Dir ein, auch Hilfe anzunehmen.

Sehe ich in meiner Beschäftigung und in meiner jetzigen Lebenssituation einen Sinn? Welche Ressourcen stehen mir bereit, die mir helfen können? Habe ich eine Wahl? Kann ich mir vorstellen, gegebenenfalls Unterstützung zu anzunehmen? Wer kann mir in dieser Situation helfen? Wie hätte ich es gerne?
Suche ich bei Bedarf Hilfe auf? Helfe ich anderen?
Tue es JETZT

Humor als Lebenselexier

 

Kinder lachen 100 Mal am Tag, Erwachsene nur noch selten. Wir sollten uns Kinder als Beispiel nehmen. Mehr im Jetzt leben und tun, was uns gut tut. Spielerisch am Leben teilnehmen. Kreativität. Den Ernst des Lebens verabschieden. Auszeiten nehmen und Freundschaften pflegen. Vor allem die Freundschaft zu uns selbst.

Kann ich über mich selbst Lachen? Habe ich heute schon gelacht? Was finde ich lustig? Was macht mir Spaß? Kann ich auch andere Menschen zum Lachen bringen? Genieße ich meine Auszeiten? Nehme ich mir Zeit für meine Familie und FreundInnen? Spiele ich mit Ihnen und mit Kindern?
Lebe und Lache JETZT

Stärkung der Resilienz

 

Manchmal sind die Herausforderungen des Lebens zu viel des Guten.

Dann ist es Zeit Unterstützung zu holen. Hilfe von Außen, bei FreundInnen, Familie oder bspsw. in Form von Büchern, Therapien etc.. Die Umsorgung der eigenen Person ist dann notwendig, um gesund zu bleiben. Innehalten, um wieder stark zu sein für das Leben.

Habe ich mir und anderen heute schon eine Freude gemacht? Finde ich stärkende Hobbies und Freuden in meinem Leben. Teile ich gerne meine Qualitäten mit anderen und kann ich gegebenenfalls auch von anderen Hilfe annehmen? Pflege ich gute Beziehungen zu anderen Menschen und zu mir selbst? Weiß ich, was mir gut tut?
Tue es JETZT

Ich darf glücklich sein

 

Manche Menschen glauben, kein Recht auf Glück zu haben. Sie sehen andere glückliche Menschen und sind traurig. Sie glauben, sie sind nicht gut genug und haben Glück nicht verdient. Jeder Mensch hat seinen Platz auf der Welt und ist wertvoll. Glück sollte ein Ziel im Leben sein. Wenn ich tue, was zu mir passt, fühle ich mich gut bin zufrieden. So entsteht Glück.

Wie sieht meine Einstellung zum Thema Glück aus? Glaube ich es verdient zu haben? Tue ich privat und beruflich, was zu mir passt? Entfalte ich Fähigkeiten und bringe ich mich sinnvoll ein in die Welt? Fühle ich mich sicher, geborgen, wertvoll? Erkenne ich in der Natur, z.B. in einer Blume die Schönheit des Lebens? Mit alles Sinnen.
Fühle ich mich wohl dabei?

1 x täglich Achtsamkeit

 

U

Wir befinden uns oft in einem Hamsterrad. Im Arbeitsleben und Privat stehen wir vor großen Herausforderungen und spüren uns dann oft selbst nicht mehr. Unsere Bedürfnisse sind wichtig. Grundbedingung ist, gut auf uns selbst und unser Umfeld zu achten, dann werden wir auch von Anderen geachtet.

U

Habe ich heute schon mit allen meinen Sinnen gelebt? Habe ich heute schon gespürt? Riechen, Schmecken, Sehen, Tasten. Wie gehe ich mit mir und meiner Umwelt um? Lebe ich bewusst? Was fühle ich? Wie fühle ich mich? Erkenne ich mich und meine Bedürfnisse an? Habe ich mich lieb?
Tue es JETZT

Verzeihen

 

Menschen handeln oft unachtsam und verletzen damit bewusst oder unbewusst sich selbst oder ihr Umfeld. Das kann zu kleinen oder großen sichtbaren und unsichtbaren Wunden führen. Es ist wertvoll und befreiend, sich diese Verletzungen vor Augen zu führen und sich selbst und anderen zu verzeihen.

Habe ich selbst schon bewusst oder unbewusst Menschen gekränkt? Bin ich selbst auch verletzt worden? Erinnere ich mich noch an eine Situation, die bei mir Unbehagen bewirkt? Möchte ich diese loslassen und verzeihen? Verzeihe ich mir selbst meine Unachtsamkeit und anderen auch?
Tue es jetzt.

Dankbarkeit

 

Es macht oft Mühe, unter den Herausforderungen des Alltags dankbar zu sein. Doch erkennen wir immer und überall in der Natur und in uns einen Funken Hoffnung, es Wert ist, dankbar zu sein. Dankbar für das Leben in diesem Moment. Bedenke: Dankbarkeit ist ein wertvolles Geschenk an Dich selbst.

Erkenne ich, was mir zur Verfügung steht? Bin ich dankbar für die Schönheit der Natur, die frische Luft zum Atmen? Für das saubere Wasser zu trinken? Für die Sonnenstrahlen, die mich wärmen? Für meine Freunde und Familie?
Tue es JETZT.

Selbstachtung

 

Wir machen es oft allen anderen Menschen recht, außer uns selbst. Manche Menschen glauben, dass sie es nicht Wert sind, sich selbst zu achten. Oft wurde Selbstachtung nicht vorgelebt. Jeder Mensch hat ein Recht auf Selbstachtung und es gelingt dann auch besser, andere Menschen zu achten.

Achte ich mich selbst und meine Umgebung? Wie denke ich über mich selbst und andere? Sind meine Gedanken positiv? Fehlt etwas? Möchte ich an mir oder meiner Umgebung etwas ändern? Was kann ich tun, damit es mir besser geht? Bin ich es mir Wert, auf mich selbst und mein Umfeld zu achten?
Tue es JETZT

Selbstvertrauen

 

Vertrauen zu sich selbst hat seinen Ursprung, wie so vieles in der Kindheit. Bin ich in meinen Fähigkeiten unterstützt oder behindert worden? Habe ich meine Fähigkeiten entfalten und zeigen dürfen? Habe ich selbst erkennen dürfen, dass ich gut bin und mir und meinen Fähigkeiten vertrauen kann?

Habe ich zu mir selbst Vertrauen? Vertraue ich meinen Fähigkeiten? Vertraue ich Anderen? Habe ich Fähigkeiten entwickelt, die mir zeigen, dass ich mir vertrauen kann? Welche Fähigkeiten hätte ich gerne? Was macht mir Spaß? Was würde ich gerne besser können? Trau ich es mir zu? Glaube ich an mich?
Tue es JETZT

Selbstliebe

 

Wenn Menschen sprechen und fühlen, zeigen manche oft wenig Eigenliebe. Vielleicht sind sie selbst verletzt worden, vielleicht haben sie einfach nicht gelernt, Eigenliebe zu entwickeln. Oft ist es zur Gewohnheit geworden, so zu sein, wie man ist. Änderung ist jederzeit möglich.

Wie empfinde ich mich selbst? Kann ich mich selbst gut leiden und annehmen? Was hindert mich daran? Habe ich liebevolle Gedanken und Gefühle, wenn ich an mich selbst denke? Bin ich es mir wert und bereit, liebevoll zu mir selbst und meinem Umfeld zu sein?
Tue es JETZT

Gesundheitspflege schnell gemacht

 

Gesundheitspflege ist auf den gesamten Menschen ausgerichtet. Wenn wir alle Bereiche des menschlichen Körpers pflegen, nämlich Körper, Geist und Seele, kann Gesundheit auf lange Sicht erhalten bleiben. Alle drei Bereiche bezieht Gesundheitspflege mit ein.

Die Pflege von Körper, Geist und Seele sind der Schlüssel zur Gesundheit, für mich selbst und für meine KlientInnen. Achte ich in meinen gesundheitspflegenden Aktivitäten auf diese Bereiche? Gehe ich mit mir als Ganzheit fürsorglich um? Pflege ich meine Gesundheit?
Tue es JETZT

Literaturverzeichnis:

Krafft, Tamara (2018): Gesunde Ernährung. Ausreichend Flüssigkeit und eine bunte Vielfalt sind besser als jede Diät.
Online: https://www.focus.de/gesundheit/gesund-durch-den-sommer/one-apple-a-day-gesunde-ernaehrung-was-ist-das_id_6435577.html Zugriff am 16.4.2020
Gesundheit gv.at (o. S.):
Gesunde bewegung im Alltag. Online: https://www.gesundheit.gv.at/leben/bewegung/gesunde-bewegung/alltag Zugriff am 16.4.2020
Fotos: Pixebay CC0 und Pexels

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